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SAT 1

Sie sind völlig am Ende. Sie sind Wracks und sie verfallen immer mehr. Trotzdem sehen sie irgendwie richtig gut aus. Vergessene Oldtimer, die irgentwo im Wald vor sich hin gammeln. Fotograf Dieter Klein aus Köln sammelt diese Schätze auf seinen Bildern. Rund um den Globus war er dabei unterwegs. Und jetzt zeigt er sie mit seinem neuen Buch „Forest Punk“ der ganzen Welt. Sandra Ihm über Schrottkunst in Wald und Wiesen.
Unheimlich Orte, vergessen von Menschen, zurückerobert von der Natur. Alte Liebhaberstücke, die seit Jahrzenhten im Wald verfallen. Auch hier: mitten in NRW.
2010 sieht der Kölner Fotograf Dieter Klein zum ersten Mal so ein uraltes Wrack. Und die Magie des Ortes packt ihn sofort.
„Der Wandlungsprozess – dass das Fahrzeug nun von der Natur zurückgenommen wird,   hatte etwas außergewöhnlich märchenhaftes, es waren Traumbilder, die mich so berührt haben, dass ich mit der Recherche begonnen habe und insgesamt fünf große Plätze in Europa entdeckt habe.“
Er reist nach Belgien, Schweden, Frankreich und findet nach aufwendiger Suche die geheimen Plätze.
„Erstmal ist es völlig unfassbar, es ist wie eine Filmkulisse, es ist unwirklich, und es hat einfach etwas traumhaft Schönes. Die Zeugen einer 100jährigen Automobilgeschichte – verlassen. Wer hat sie abgestellt? Solche Fragen gingen mir durch den Kopf.“
Die verwunschenen Autofriedhöfe sind meist alte Schrottplätze, irgentwann einfach in Vergessenheit geraten. Oldtimerfreunden bleibt beim Anblick der unrettbaren Schätze oft das Herz stehen und Umweltschützern auch. Aber die Natur holt sich alles zurück.
„Es geht die Natur durch mit Moosen, Efeu, mit teilweise schon armdicken Ästen, die durch  das Lenkrad gewachsen sind.“
Die magischen Bilder hat Dieter Klein in seinem Bildband Forest Punk – übersetzt Waldmüll – gesammelt, nominiert für den Deutschen Fotobuchpreis 2014. Aber das soll längst noch nicht alles sein.
„Ich habe Plätze in Südafrika, Nordamerika, aber auch noch in einigen  europäischen Ländern gefunden mit außergewöhnlichen Fahrzeugen, die bisher noch nicht vertreten waren“.
Und so macht sich der Kölner Fotograf bald wieder auf den Weg, um noch mehr dieser vergessenen Traumwelten mit seiner Kamera einzufangen.